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| Thema: Triebkräfte der Globalisierung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Triebkräfte der Globalisierung I Entwicklung in Politik, Wirtschaft und Technik
1. Einführung 1.1 Abgrenzung des Globalisierungsbegriffs *Betrachtung des Begriffs seit den Neuzigern (auch „Globalisation“) *keine Bewertung und keine alternativen Konzepte *Aufzeigen von Tendenzen und Entwicklungen, jedoch Versuch, möglichst Wert frei zu beschreiben *Verantwortung 3. Welt (à deshalb Glob. als negatives Schlagwort), jedoch nicht Gegenstand des Referats (Verweis auf Referat 3.Welt)
1.2 Allgemeine Einschätzung der Entwicklung F1 *rasante Entwicklung, unaufhaltsam, nur noch gestaltbar, *Globalisierung = Schlagwort für den primär ökonomischen Prozess der Entgrenzung, Verflechtung und Beschleunigung der internationalen Arbeitsteilung mit fundamentalen politischen Folgen: -der Bildung transnationaler Institutionen, -der Diffusion kultureller Muster, -der Relativierung nationalstaatlicher Gewaltmonopole. *Im Blickfeld: multinationale Unternehmen, globale Finanzmärkte und eine globale Klasse, die eine Veränderung von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft befördern. *Rahmenbedingung für die aktuelle Globalisierungswelle: Wirkungsmacht eines Politikmusters, das Märkte, Wirtschaftswachstum und Demokratie zum weltweiten Entwicklungsmaßstab erhebt. (siehe Irak, Afghanistan…) * drei Faktoren als Triebkräfte der Globalisierung im Vordergrund: -der Zusammenbruch der bipolaren Weltordnung 1989 durch den Sieg der kapitalistischen Demokratien über die sozialistischen Planwirtschaften, -der Siegeszug der Kommunikations- Informations- und Transporttechnologien (insbes. seit den 1990er Jahren à Internet) -die rasante Zunahme des Welthandels im Zuge weltweiter Deregulierung (siehe Abschnitt Deregulierung) ( zwei der drei Elemente nicht neu und reichen bis in das 19. Jahrhundert zurück) vgl. transforma-online.de/deutsch/transforma2003/papers/prollius.html Anm.: Prollius: Studium der BWL und Geschichte, Promotion in Wirtschaftsgeschichte. Lehrbeauftragter für Wirtschaftsgeschichte. Unternehmensberater, Wissenschaftlicher Autor, Referent für Wirtschaftspolitik.
2. Politische Entwicklung 2.1 (Historisch entstandene) Triebkräfte – der politische Wille zur globalen Wirtschaft seit 1945 *Wille zu weltweiter Stabilität und Sicherheit durch wirtschaftliche Zusammenarbeit (Erkenntnis, dass mindestens ein Weltkrieg aus volkswirtschaftlichen Fehlern entstand und Nationalismus und Protektionismus Gefahren birgt), *Bretton-Woods-Abkommen , Dollar als Leitwährung, GATT, WTO, etc., *wirtschaftliche Verquickung i.V.m. mit militärischen Bündnissen (Erkenntnis, dass wirtschaftsstarke, aber abhängige Staaten keinen Alleingang wagen àNATO, EWG…), *Abgrenzung gegen Ostblock-Wettbewerb der Systeme…, wirtschaftlicher Erfolg als Garant der inneren Sicherheit… *Gleichsetzung von Liberralismus und Demokratie& Sicherheit: *Triebkraft USA: F2 (Jahresbericht der ökonomischen Sachverständigen für den amerikanischen Präsidenten) "Given the economic and technological forces behind globalization, its rise may seem inevitable. Yet governments have taken on a critically important role in opening markets and removing distortions, thereby allowing market forces to play themselves out" (CEA 2000: 210 f.). * Vormachtstellung international orientierter Konzerne und Kapitaleigentümer à Liberalisierung der US-Außenwirtschaftspolitik. * Öffnung zum Weltmarkt als ein politisches Projekt formuliert F3 *gegenläufige Forderungen zu kanalisieren oder auszugrenzen. * Erfolg des Weltmarktprojektes die Basis ihres weiteren Erfolges. *zunächst der Antikommunismus das einigende Band der Freihandelskoalition *Vergleich zur unmittelbaren Nachkriegszeit: strukturelle Momente des Globalisierungsprozesses gegenüber den politischen Momenten erheblich zugenommen * auch Politik der Bundesregierung förderte die Globalisierungstendenzen: +Die Bundesbank trug entscheidend zum Übergang zu flexiblen Wechselkursen bei + Bundeskanzler Helmut Schmidt leistete der neoliberalen Wende in Großbritannien und der Hinwendung zum Monetarismus in den USA Vorschub + .Nicht zuletzt haben die Exporterfolge der deutschen Wirtschaft die Handelspartner unter Anpassungsdruck gesetzt und die Mittel für umfangreiche Direktinvestitionen im Ausland zur Verfügung gestellt vgl. (Altvater/Hübner 1988). Zitieren: „Allgemein wird angenommen, dass sich aufgrund der Globalisierung die jeweiligen gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse zugunsten derer verschieben, die verhältnismäßig mobiler sind. Insbesondere ist das Kapital gegenüber der Arbeit beweglicher geworden, zumal die Arbeitskräfte nicht nur aufgrund ihrer Reproduktionsbedürfnisse stärker lokal eingebunden sind, sondern sie auch im Unterschied zu Waren, Kapital und Technologie heute zum Teil höhere Grenzbarrieren vorfinden als früher. Wirtschaftliche Körperschaften, sprich: Unternehmen, sind ebenfalls räumlich ungebundener als politische Körperschaften, die territorial definiert sind.“
http://www.oeko-net.de/kommune/kommune7-00/aglobal7.htm
2.2 1989 – Die Wende als „Urknall“ der heutigen Entwicklung F4 *Ruf nach freier Marktwirtschaft und politischer Selbstbestimmung, *Bankrott des Planwirtschaftssystems, *Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Selbstbestimmung der Individuen, *Überführung des Staatseigentums an Kapital in Privateigentum, *rasante Dynamik durch Marktentstehung vom Nullpunkt an, *gigantische neue Absatzmärkte, weil Bedürfnisse unbefriedigt und Kaufkraft vorhanden, *billige PF à faktischer Liberalismus, weil Aufbau der Wirtschaft wichtiger als Kontrolle des Staates
2.3 Die neue EU und das Aufstreben ehemaliger (politisch) abhängiger Staaten F5 *sozus. Multiplikation/ Wdhlg. der deutschen Faktoren nach ´45 und ´89, *Ausweitung eines kontrollierbaren Marktes, *Stabilität=Sicherheit (Integration von Staaten, die wirtschaftlich gestärkt werden, um Sicherheitsrisiken zu vermeiden – siehe Balkan, und Absatzmärkte auszubauen) vgl. USA-Dt. nach ´45 *Ausnutzung der Vorteile der Markterweiterung, jedoch (bei Auftreten von Nachteilen gegen nationale Bereiche: ) protektionistische Parolen (à Müntefering, „Lohndumping-Diskussion)
2.4 Der Zerfall der Staatsmonopole – Privateigentum als Wettbewerbsmotor = EU-Konsensà Grundtatbestand für freie wirtschaftliche Entwicklung (Entfaltung eines funktionierenden Marktes = Privateigentum und Freiheit von Staatlichen Sanktionen)
Dazu Beispiel Deutsche Post: Vgl. vorher/ nachher (Preise, Produktvielfalt…)
Folie 6 (interaktiv herausarbeiten)
3. Wirtschaftliche Entwicklung 3.1. Historisch-ökonomische Triebkräfte, das Gesetz des Marktes
*Grundlegend: Ausnutzung von Wettbewerbsvorteilen (unterschiedliche PF-Preise, Verfahren und Rohstoffen à Recardo) und Ersparnis durch Spezialisierung und Arbeitsteilung, Kapital vs. Arbeit, Folge: Wettbewerb, Wachstumsdynamik: F7
à * langsame Entwicklung über die meiste Zeit in der zweitausend jährigen Geschichte * in der globalisierten Welt eilt eine Ländergruppe (A) voraus, die andere Ländergruppe (B) verliert den Anschluss. * langfristiges Wachstum des BIP über Jahrhunderte niedriger als 0,2% geblieben, erst seit der industriellen Revolution in der Ländergruppe A auf 1,5% - 2% hochgetrieben
* globale Konkurrenz der Standorte verlangt heute etwas, was 2000 Jahre nicht erreicht worden ist: nicht nur Wachstum schlechthin, sondern beschleunigtes Wachstum *Die Dynamik der Globalisierung ergibt sich aus einem Zusammenspiel von fossilen Energieträgern, kapitalistischer (ökonomischer) Organisation der Gesellschaft, Mobilität der Produktionsfaktoren und nicht zuletzt auch politisch gestützter Liberalisierung und Deregulierung.
3.2 Die Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen *Vor allem Abnahme der Transport- und Telekommunikationskosten relativ zu den Produktionskosten,
Bsp.: Schiff-/ Luftfracht: 70 J.: auf 1/5; Telekomm.: auf 1/100 (Weltentwickl.ber. Weltbank, 1995, S. 62)
(Entscheidnd für die Dynamik: o.g. Kosten schneller gesunken als die Produktionskosten)
Verweis auf Abschnitt: Technische Entwicklung
3.3 Die Liberalisierung der Finanzwirtschaft als Triebkraft der globalisierten Wirtschaft *Realzins höher als Wachstum, *Freie Finanzmärkte, *Zugang von Kleinanlegern zu Börsen, weil billiger und www…, *Wertpapierkauf frei von Steuern und internationale Transaktionen ohne Zeit- und Geldaufwand
F8
àBild der Globalisierung heute vor allem durch die Wirkungsweise der Finanzmärkte geprägt
*Realzinsen unterhalb realen Wachstumsraten gut für Schuldner und für jene Investoren, die in industrielle Projekte investiert haben und diese Investitionen mit Krediten finanzierten * ("keynesianische" Lage):Realzinsen oberhalb von Wachstums- und Profitraten gut für Geldvermögensbesitzer und deren Kapitalanlagen *Liberalisierung der Finanzmärkte hat ihnen bislang geschlossene Märkte geöffnet und hohe Renditen ermöglicht
*Gründe für die hohen Realzinsen: Globalisierung der Finanzmärkte, also die Konkurrenz um das global mobile Kapital, die die Renditen überall nach oben treiben. *Kapital muss durch hohe Renditeversprechen an "Kapitalflucht" gehindert werden ("Liquiditätsfalle“ auch "financial repression")
* "Finanzinnovationen": ( Diversifizierung der Finanzprodukte) faktisch für jeden "etwas dabei“
*Alle Welt
in die globalen Finanzmärkte einbezogen; sie dringen in die
Lebenswelten der Menschen ein, die Kultur verändert sich, vor
allem in den Gesellschaften der Industrieländer. * Problem: Preise in der realen Wirtschaft - Löhne, Preise für Güter und Dienste - viel weniger flexibel als Zinsen und * realen Verhältnisse im Produktions- und Arbeitsprozess, in den Haushalten können sich der monetären Flexibilität nicht anpassen * soziale, kulturelle und ökologische Prozesse haben ein geringeres Tempo als kurzfristige Kapitalbewegungen
3.4 Die neue Philosophie der Finanzmärkte – Das Shareholder-Value-Konzept * restriktiven Wirkungen der monetären Größen haben Anpassungsstrategien des Unternehmensmanagements zur Folge: -Übergang zum shareholder value-Konzept (Aktien nicht mehr überwiegend von Familien oder Banken auch dann gehalten, wenn der Kurs fällt, weil man mit dem Unternehmen verbunden ist. Institutionelle Anleger vergleichen den Kurs von Wertpapieren in ihrem Portefeuille mit alternativen Anlagemöglichkeiten von Kapital überall in der Welt, und sie trennen sich von Aktien, wenn diese den Renditevergleich nicht aushalten -Strategie der Steigerung des Shareholder value, (wenn von seiner Höhe die Managergehälter abhängen) führt mitunter zu Bilanzfälschung
* Instabilität der Finanzmärkte: immense ökonomischen und sozialen Kosten der Finanzkrisen (Base in den Neunzigern) à Verweis auf Referat „Finanzkrisen“
vgl. www.zeit.de/politik/altvater_hamburg
zur Verdeutlichung: F9 *2001: globaler Devisenmarktumsatz pro Tag: rund 1 200 Mrd. US$; 30-40 Mrd. davon reichen zur Abwicklung des Welthandels(Rest = spekulatives Kapital +2002: 80% der weltweiten Kapitalflüsse von ca.2 000 Mrd. € pro Tag: Anlagedauer von unter 7 Tagen. *Dt. BIP seit 1991 um 9% gewachsen, die Nettolöhne um 2% gesunken, Zinserträge und Geldvermögen real um 60% gewachsen àGeldbestände wachsen schneller als die allgemeine Wirtschaft, die Kaufkraft wird geringer, *2001: Banken in Deutschland: Anlegern 391 Mrd. Euro oder 66% der Nettolöhne gutgeschrieben vgl.: http://www.attac.de/awwo/diskussionspapier/041031/awwo-041031b.pdf Merkmale: *Anlagen in Firmen nicht mehr im Zh. mit ihnen selbst, sondern als reine Ertragsquelle * Abstoßen von Anteilen (binnen Sekunden) wenn ROI nicht mehr lohnend *keine moralische Bindung an Anteilsgeber, keine langfristige Sparanlage *Zockermentalität“, nur noch temporär, solange Rendite gesichert…deshalb keine langfristige kapitaldecke auch in schwierigen Zeiten *wirtschaftliche Entscheidungen oft nur noch abhängig vom ROI, nicht mehr von ethischen, wirtschaftlich nachhaltigen oder risikoreichen (innovativen) Gesichtspunkten *Vorstände und Manager auch nur noch am ROI gemessen, dadurch Abhängigkeit von Großinvestoren, kein Spielraum mehr für eigene Entscheidungen, Verleitung zum Betrug
Informations-und Kommunikationstechnologie Grundsätzlich: Globalisierung, weltweites agieren, setzt Kommunikation voraus. Der Mensch hat schon immer versucht über weite strecken „Unterhaltung“ möglichst schnell zu betreiben. Früher: Laufbursche (meist der Stammesdümmste) von a nach b Lange Dauer, Nachricht veraltet Feuerzeichen (weite Strecken; begrenzte Zeichen; Bsp.: Krieg) Telefon: 1876 erste praktische Anwendung in Boston 1877 erste Telefone in Dtschl. WER WAR ES – Siemens & Halske (200 St./Tag) 1897 529 orte mit Telefonanlagen 144.000 Sprechstellen Anzahl und Technik nahm zu allerdings Grundmodell gleich Vergleich: 2004 Deutschland 98,7% aller Haushalte einen Tel.anschl 1998 nur jeder dritte der rund 1,5 Milliarden Haushalte weltweit einen Telefonanschluß, obwohl technisch heute von jedem Ort aus möglich in mehr als 50 Ländern gibt es weniger als ein Telefon für 100 Einwohner Folgen: direkte Kommunikation möglich Man musste keinen Brief schreiben, wenn Kontaktaufnahme Schnelle Weitergabe von kurzen Informationen Jedoch nur verbal (Post war weiter unerlässlich; Bsp.: Buch) 1928 erste Funksprechverbindung von Dtschl. (von Berlin, Hamburg, Frankf./Main aus) nach Amerika möglich; 330 Mark/min, 24 Stunden vorher anmelden, 1928 3 Gespr./tag Transatlantikkabel: -1858 erstes Transatlantikkabel für Telegrafie in Betrieb nach vielen Versuchen (Kabel gerissen, Kabel fallengelassen, Kabel undicht) - Datenrate 10 Wörter/Stunde -1896 ist die ganze Welt vernetzt; ein Nachricht brauch 56 Studen um die Welt und kostet 18$/Wort -1900 Deutschland erste eigene direkte Verbindung (Emden-New York) vorher: über England - immer mehr Kabel verlegt, da Datenaufkommen stieg -1919 13 betriebsfähige transatlantische Kabel (größtenteils in englischem Besitz) - Telefon stark verbreitet -1956 TAT-1: erste Transatlantik-Telefonkabel; Datenrate 500kBit/s; 100 Verbindungen gleichzeitig -1988 TAT-8: erste Transatlantik-Glasfaserkabel; Datenrate 560Mbit/s; 37800 Verbindungen gleichzeitig -im Januar ´98 26Gbit/s Internet: -60er Jahre; Zeit des Kalten Krieges -Neue Impulse der EDV in jener Zeit hauptsächlich durch militärische Initiativen -Department of Defense; Überlegung: militärische Daten besser schützen, bei Atomangriff dezentrale Speicherung(mehrere Rechner; weit entfernt) schnelle Aktualisierung, mehrere Verbindungen; Paketweise Daten bleiben bestehen, wenn ein Rechner getroffen -nicht direkter Vorläufer, aber die Idee; Projekt des Verteidigungsministerium scheiterte; aber: Idee geboren -Die Advanced Research Projects Agency (ARPA), seit 1958 bestehende wissenschaftliche Einrichtung entschloss sich 1966 zur Vernetzung der ARPA-eigenen Großrechner -Idee des "dezentralen Netzwerks" wieder aufgegriffen -1969 ersten vier Rechner an das ARPA-Net angeschlossen -1972 bereits 40 Rechner; jedoch nur ARPA-Rechner deswegen ARPA-Net -das Prinzip der vernetzten Rechner war nicht nur für militärische Zwecke interessant -Man erkannte schnell, dass auch der akademische Betrieb vom ARPA-Net profitieren würde. -für Wissenschaftler weniger das Synchronisieren von gleichen Daten auf mehreren Rechnern interessant, sondern eher die Möglichkeit, Daten von einem anderen Rechner abzurufen. -Wegen der offenen Architektur des ARPA-Net stand einer solchen Verwendung nichts im Wege -Wissenschaftler konnten von den frühen 70er Jahren an Forschungsergebnisse anderer Institute über das ARPA-Net abrufen oder anderen angeschlossenen Instituten eigene Daten zur Verfügung stellen. -sehr unterschiedliche Rechnertypen mit nicht kompatiblen Betriebssystemen und unterschiedlichem Netzzugang -Notwendigkeit, ein neues Datenübertragungsprotokoll -Aus den Bemühungen ging das TCP/IP-Protokoll hervor -wissenschaftlichen Einrichtungen gehörten auch Studenten; Wunsch: "black board" (Mitfahrgelegenheiten, Jobs, Wohnmöglichkeiten, Reisepartner oder die Möglichkeit, einfach nur zu diskutieren und zu labern.(usenet) Folge:außerwissenschaftliche nutzung begann -Abtrennung des militärnetzes, da interessenwahrung, apranet blieb bestehen -Anzahl der angeschlossenen Rechner im Laufe der 80er Jahre sprunghaft zunahme -Mitte der 80er in europa gleiche entwicklung -Mittlerweile sorgt die transatlantische Leitung für die Anbindung Europas an den Backbone in den USA -90er jahre versuch daten statisch darzustellen und lesbar zu machen -browser wurden programmiert und html seiten geschrieben -mitte der 90 immer mehr behörden und auch kommerzielle seiten gehen online -2004 47% Haushalte internetanschluss -Unternehmen 96% Internetanschluß, 70% eigene Homepage -Januar rund 250.000.000 Domains -35 Milliarden emails täglich Folgen/Nutzen: -Kommunikation ist schnell und kostengünsig möglich; Voraussetzung für Finanzmärkte -asynchrone Kommunikation ist möglich ohne Anwesenheit beider Kommunizierenden (Problem früher: wenn China mit Europa telefoniert hat einer von beiden Nachtschicht) -Zusammenarbeit an Projekten möglich, ohne am selben Ort sein zu müssen (Beispiel globale Forschung: CHINA-DTSCHL-USA) -Darstellung und Verbreitung von Informationen (digitale Kataloge -Informationen können über mehrere Vertriebskanäle ausgegeben werden -gezielte Informationsbeschaffung (online-Datenbanken, im Augenblick des Bedarfs) -Weiterverarbeitung von Informationen ohne menschliches Mitwirken möglich; -eProcurement -Zeitersparniss -Medienbruch -CAD bzw. EDI -Voraussetzung: passende Software -Programme zur Interaktion zwischen Mensch und Maschine bzw. zwischen Maschine und Maschine -Software als Unterstützer der Arbeitsteilung: Bsp: Just-in-Time -CAD- -eVergabe; Bund; Auktionen; breiteres Angebot; Kostenersparnis; europaweite Ausschreibung Pflicht -Englisch als Programmiersprache – wird mehr und mehr Weltsprache Logistik: -Ausbau der Infastruktur; Drittes Reich: Beginn des Baus der Autobahn; jetzt: rund 12.000 Autobahnkilometer -seit 1975 Seefrachtverkehr verdoppelt auf 2001 5,2 Mrd. Tonnen - Umschlagsplätze Nordamerika, Europa, asiatische Länder mit Zugang zum Pazifik (Afrika nach wie vor stark ausgeschlossen) -Kostendruck bei Reedereien; Folge: Zusammenschluß großer, erschwerter Eintritt kleinerer, hohe Investitionen notwendig um Containeranlagen aufzubauen -Luftverkehr: 2001 1,35 Mrd. Passagiere (tägl.: 3,7 Mio.) -ein Drittel des internat. Warenverkehrs wird über Luftfahrt abgeschlossen -Kostendruck: Folge – Allianzen – ausarbeitung gemeinsamer flugpläne, großflughäfen werden immer mehr angeflogen – umsteigemöglichkeiten – erschwerte markteintrittsbarrieren Folgen: -Fortschritt in Flug- und Schiffsbau bringen Modelle mit immer mehr Stauraum hervor (vor 50 Jahren wäre kein Verkauf des Transrapids nach Shanghai denkbar gewesen) -Logistik als Grundlage der Arbeitsteilung(ohne effiziente Logistik wäre keine Kosteneinsparung möglich Software erforderlich ; VW und Johnson Control) -Fortschritt und Verbesserung der Logistik ermöglichen Verlagerung in NKL -Massentourismus entsteht – Touristen bringen ihre Kultur ins Ausland und bringen dortige Kultur mit heim – Vermischung der Kulturen – Touristikbranche hat Anpassungsdruck an westliche Ideale, da oft wichtiger Wirtschaftsfaktor – Übernehmen westliche Ideale um den Touristen anzulogen) -Hotelketten entstehen – überall gleiche Bedingungen, da Massenrabatt wenn 100.000 stück Betten kauf – Vereinheitlichung Fernsehen und Kino: -Fernseher in den 30er Jahren entwickelt -Markteinführung USA 1939 -in Deutschland wurde Fernsehproduktion durch 2. WK unterbrochen; die wenigen, die gebaut waren, kamen ins Lazarett um Soldaten zu unterhalten -2003: 94,4% deutscher Haushalte haben mind. 1 Fernsehgerät (Tendenz fallend; 1998: 95,8%) -transnationaler Fusionen versuchen die Medien-Giganten über die gesamte Wertschöpfungskette zu verfügen (Produktion – Information – weltweiten Vertrieb) Folgen:
-Globalisierung durch eine immer ahnlicher werdender Kultur -Produktion orientiert sich am Hollywood-Modell -Kinofilme werden immer ähnlicher -dort wo keine Produktion, Kinofilme werden in mehrere Länder „exportiert“ -Serien werden übernommen („LOST“ auf ProSieben; aus Amerika) -Serienmodelle werden übernommen („Big Brother“) -internationale Firmen werben übers Fernsehen („Coca-Cola“-Werbung) -indirekte Werbung über Spielfilme („James Bond“ und „BMW“) -CNN erreicht 150 Mio. Zuschauer in 212 Ländern (Manipulationsgefahr; Englischvorbereitung: CNN geschaut: Inhalte bzw. ob gesendet wird sehr unterschiedlich) - Englisch – Weltsprache – da nicht jedes mal neue Sprache lernen kann, hoffnung, das jeder englisch kann den ich im ausland treff
Folie 1: Allgemeine Einschätzung der Entwicklung
Michael von Prollius: Studium der BWL und Geschichte, Promotion in Wirtschaftsgeschichte. Lehrbeauftragter für Wirtschaftsgeschichte. Unternehmensberater, Wissenschaftlicher Autor, Referent für Wirtschaftspolitik.Folie 2: Der politische Wille zur globalen Weltwirtschaft
Folie 3: der politische Wille zur globalen Wirtschaft
Folie 4: 1989 – Die Wende als „Urknall" der heutigen Entwicklung
Folie 5: Die neue EU und das Aufstreben ehemaliger (politisch) abhängiger Staaten
Folie 6: Zerfall der Staatsmonopole – Privateigentum als Wettbewerbsmotor
Folie 9: Das Shareholder-Value-Konzept
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