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Teneriffa 2002 MEHR
INFOS![]()
Kanaren, (spanisch Islas Canarias), Gruppe von sieben größeren und sechs kleineren Inseln im Atlantik vor der Nordwestküste Afrikas, 7447 km2, 1,63 Mio. Einwohner; bilden eine autonome spanische Region mit den zwei Provinzen Santa Cruz de Tenerife (Teneriffa, La Palma, Gomera, Hierro) und Las Palmas (Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura). Die beiden östlichen Inseln, Lanzarote und Fuerteventura, sitzen dem afrikanischen Festlandsockel auf, die übrigen Inseln erheben sich aus 3000m Meerestiefe, die Oberflächenformen sind häufig vom Vulkanismus geprägt. Höchste Erhebung ist der Pico de Teide (3718m über dem Meeresspiegel) auf Teneriffa. Das Klima ist ozeanisch-subtropisch, fast dauernd weht der trockene Nordostpassat, der nur von kurzen Winterregen unterbrochen wird. Die Kanarischen Inseln sind dank des beständigen milden Klimas ein begehrtes Reiseziel und in den Weltluftverkehr einbezogen; die Häfen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife sind Stützpunkte der Atlantikschifffahrt. Kulturlandschaft und Städte tragen spanischen Charakter. Die Urbevölkerung (Guanchen) ist in der spanischen Bevölkerung aufgegangen.ÿþ Angebaut werden Mais, Gerste, Weizen, Hülsenfrüchte; außerdem Fischfang (besonders Thunfisch). Ausgeführt werden Bananen, Tomaten, Frühkartoffeln, Gemüse, Zwiebeln, Mandeln, ferner Stickereien und Spitzen. Auf Teneriffa arbeiten eine Erdölraffinerie und eine Kunstdüngerfabrik. Die Kanarischen Inseln, den Römern als die »glücklichen Inseln« bekannt, wurden im 11.Jahrhundert von den Arabern besucht, im 14./15.Jahrhundert u.a. von Genuesen, Spaniern und Portugiesen. 147896 für Spanien erobert, gewannen sie große Bedeutung für die spanische Entdeckung und Eroberung Amerikas. 1936 waren die Kanarischen Inseln Ausgangspunkt der militärischen Aktionen Francos gegen die spanische Republik. © 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG